Bücher, die ich abbrach

Ich habe mich bis vor einem Jahr immer durch Bücher gequält, auch wenn sie mir absolut nicht gefallen haben. Doch dann änderte ich meine Meinung. Was soll ich Bücher, die ich doof finde, lesen und somit wertvolle Zeit verschwenden? Zeit für andere Bücher, die es wert sind.
Seitdem habe ich genau zwei Bücher abgebrochen und die möchte ich euch heute vorstellen:

IMG_20171015_110358

Everflame – Feuerprobe von Josephine Angelini

Das Cover finde ich unglaublich hübsch. Und auch der Klappentext sprach mich an. Es geht um Hexen und um Magie. das konnte mir doch eigentlich nur gefallen oder? Falsch gedacht. Lily war für mich ein so zäher, unnahbarer Charakter, der vollkommen willkürlich handelt und anscheinend nichts lernt. Niemals. Die Welt erschien mir zudem unausgereift, die Antagonisten lachhaft. Außerdem quälte ich mich durch den Schreibstil. Was mir bei der „Götter“-Reihe der Autorin noch gut gefallen hat, wurde hier zur Qual und so gab ich nach bestimmt vier Anläufen auf Seite 137 von 480 genervt auf.
Was ich sehr schade finde, denn die Reihe sieht einfach super im Regal aus. Aber hier stimmte es wohl für mich, dass die Verpackung einen doch täuschen kann.

Hold on tight – Dewayne und Sienna von Abbi Glines

Die Bücher dieser Autorin sind bei mir sowieso immer nicht mehr, als leichte Lektüre für zwischendurch gewesen. Nichts, an das ich Ansprüche hatte. Und so war das auch mit diesem Buch der Reihe. ich hatte wirklich keine Ansprüche, wollte einfach nur etwas nett berieselt werden. Die ersten fünfzig Seiten gefielen mir auch noch ganz gut. Sicher runzelte ich einige Male die Stirn, anlässlich der Tatsache, wie „perfekt“ Sienna doch aussah, wie wenig sie aß,  da sie ja gaaar keinen Bissen runterbrachte, aber an sich war es noch ganz niedlich. und dann rückte Dewayne immer mehr in den Vordergrund. Während er als Held dargestellt wird, kam er mir einfach nur vor wie ein dummer Idiot, der Frauen nur auf das Äußere reduziert und seinen Männlichkeit raushängen lassen will (also seine metaphorische Männlichkeit). Und als es dann heiß herging, wurde wirklich sehr inflationär das Wort „Muschi“ verwendet. Ich bin wirklich nicht zimperlich, aber so unfassbar oft, wie dieses Wort in drei Seiten genannt wurde, konnte ich nicht mehr. Es war einfach nur schlecht. Das Buch wurde zugeklappt und beiseite gelegt. Kein arroganter Dewayne mehr für mich.

Um niemanden auf den Schlips treten zu wollen: das ist meine ganz persönliche Meinung. Es gibt sicherlich genug Menschen, die diese Bücher wirklich sehr mögen und ich will euch und sie nicht verletzten. Es ist schön, dass euch die Bücher gefallen haben, mir haben sie das jedoch nicht.

Wie ist das bei euch? Brecht ihr Bücher ab? Oder „quält“ ihr euch bis zum Ende?

Advertisements

Rezension – True North #2

53a5bcc75d9237e3Titel: True North – Schon immer nur wir
Autor: Sarina Bowen
Verlag: LYX
Seiten: 410
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-7363-0600-4
Klappentext: Wenn wir zusammen sind, gibt es keine Vergangenheit und keine Zukunft. Es gibt nur das Hier und Jetzt. Diesen Moment
Als Jude in seinen Heimatort in Vermont zurückkehrt, will er nicht mehr daran denken, was vor drei Jahren geschehen ist, als er alles verloren hat: seinen guten Ruf, seine Chance auf eine Zukunft – und Sophie. Seine große Liebe, deren Leben er in einer einzigen tragischen Nach zerstört hat. Sophie ist geschockt von Judes Rückkehr, denn der Mann, der für den Tod ihres Bruders verantwortlich ist, bringt ihr Herz auch nach all den Jahren noch gefährlich aus dem Takt. Und so sehr sie sich dagegen wehrt, spürt sie bald, dass diese Liebe keine Gesetze kennt … (Quelle von Cover und Klappentext: lübbe.de )

 

Meine Meinung: Nach dem sehr gelungenen Auftakt dieser Reihe war ich natürlich gespannt auf die Fortsetzung. Zu Mal es sich dabei um die Geschichte von Jude handelt, den ich im ersten Band sehr sympathisch fand.
Fangen wir beim Positiven an:
Jude ist genauso toll, wie ich ihn in ersten Band kennengelernt habe. Ich mag das sehr, wie authentisch er wirkt.
Auch Sophie wirkte auf mich sehr echt. Ihre Gefühle kamen sehr gut rüber.
Der ernste Kontext dieser Geschichte kam mir ebenfalls sehr realistisch vor. Nicht war für mich irgendwie überspitzt oder zu klischeehaft. Der rote Faden zog sich gut durch die gesamte Handlung, ohne die Spannung zu verlieren.
Auch die Romantik kam meiner Meinung nach nicht zu kurz. An einigen Stellen musste ich mir ein ergriffenes Seufzen verkneifen.
Der Schreibstil ist auch in diesem Teil sehr flüssig und gut verständlich. dadurch wirken beinahe alle Charaktere sehr lebendig und tiefgründig und er lässt eine interessante und teils komische Dynamik zwischen den Protagonisten entstehen.

Nun das weniger Positive: ich fand es sehr schade, dass die Shipleys kaum vorkommen. Sicher, die Handlung spielt woanders und sie haben immerhin einen kleinen Raum auf der Apfelfarm, aber irgendwie hat das im ersten Teil den Reiz für mich ausgemacht.
Außerdem empfand ich es als sehr unrealistisch, wie schnell Sophie Jude verzeiht. da ist keinerlei Wut zu spüren, nicht mal ein Fünkchen. Das ging mir alles etwas zu schnell.

Aber alles in allem bin ich zufrieden mit der Fortsetzung und freue mich nun noch mehr auf den dritten Teil der Vermount-Reihe.

Fazit: Für mich eine etwas schwächere Fortsetzung, die trotzdem überzeugen kann.  3,5 von 5 Sternchen

Leseparty als Alternativ zur FBM

logo

Gestern hat sie begonnen, die Leseparty 2017 und sie richtet sich an all die, die nicht zu Frankfurter Buchmesse können.   Infos findet ihr bei Twitter, auf den Blogs aus der Grafik oben oder bei Facebook *klick*  oder unter #leseparty
Schon gestern hab ich fleißig mitgemacht und werde wohl nachher auch wieder einsteigen. Vorgenommen hab ich mir vier Bücher, wovon ich eines gestern schon durchgelesen habe. Mal sehen, wie weit ich insgesamt komme.

Das wären:
Scherben der Dunkelheit (S. 10 / 592)
Im Bann der Sehnsucht (162/352)
Sisters in Love – So sexy (S.0/400)
Among the Stars (beendet)
IMG_20171012_160453_097

Nehmt ihr auch an der Leseparty teil oder seid ihr auf der Buchmesse? Vielleicht verbindet ihr ja auch beides?

Morgen Abend wird es übrigens eine Lesenacht geben, vielleicht habt ihr ja Lust einzusteigen.

 

Bücher im September / Leseplanung Oktober

Wieder ein Monat rum. Und tatsächlich hab ich im September wirklich viel gelesen. Nicht so viel, wie ich das vielleicht früher tat, aber so langsam scheine ich wieder meinen alten Rhythmus zu finden.
Folgendes hab ich gelesen:

Das Reich der sieben Höfe – Flammen und Finsternis – Saraj J Maas
Flawed – Cecilia Ahern
Will und Layken – Colleen Hoover –> Rezension
True North – Sarina Bowen –> Rezension
Dirty Englisch – Ilsa Madden-Mills
Irresitible – Lex Martin –> Rezension

IMG-20171003-WA0005

Mein Highlight war defintiv Das Reich der sieben Höfe, aber auch True North hat mir sehr gut gefallen. Weniger überzeugen konnten mich dagegen Flawed und Dirty English. Während ich ersteres erst als spannende Dystopie empfunden habe, die dann sehr schnell abgeflacht ist und deren Protagonistin mir einfach sehr irrational vorkam, war Dirty English für mich einfach nur stumpf und fast schon langweilig.

Für den Monat September hab ich mir wieder etwas vorgenommen und sogar etwas mehr:

IMG_20171003_150543

 

Ich bin mir nicht sicher, ob ich alle fünf Bücher schaffe, aber einige davon sind schon angefangen. Am meisten freue ich mich dabei auf True North – Schon immer nur wir und Im Bann der Sehnsucht.

Was habt ihr euch für den schaurigsten aller Monate vorgenommen?

Rückblick September

Der Monat stand bei mir unter dem allgemeinen Jubel, dass endlich (!) der Herbst ausgebrochen ist. Ich hab schon im Juni darauf hingefiebert und endlich war s soweit. ich konnte mich mit einer großen Tasse Kakao, einem Buch und einer flauschigen Deck gemütlich einkuscheln und lesen. Oder Serien schauen. Und mir wurde dabei nicht zu warm. Herrlich oder?

Ansonsten war der Monat voll mit stressigen (und teils schönen) Dingen. Eine wichtige Prüfung vom Ehemann, Hochzeit einer Freundin, Reparaturen am Auto, Arbeit und ein kaputter Durchlauferhitzer, Erkältung in der ganzen Familie, um nur ein wenig zu nennen.
Außerdem hab ich fast gar nicht geschrieben. Zwar schaffe ich es momentan, einige andere Dinge am Laufen zu halten, aber das irgendwie nicht. Nicht einmal das Überarbeiten bekomme ich hin.

 

Aber ich bin positiv gestimmt. An der Schreibnacht konnte ich ein wenig schreiben und so kam ich immerhin in diesem Monat auf knapp 5000 Wörter. Besser als nichts.

Dafür gab es auch viele schöne Dinge diesen Monat. Meine Favoriten diesen Monat sehen folgendermaßen aus:

IMG_20170925_115352 (1)
Das Reich der sieben Höfe – Flammen und Finsternis war für mich mein absolutes Buchhighlight. Es hat mich sogar so sehr begeistert, dass ich mir die englische Fortsetzung geholt habe. Damit bin ich aber noch nicht sehr weit.

IMG_20170925_115437
Baden war ich diesen Monat auch sehr gern. U.a. durch eine Erkältung. Neben dem typischen Eukalyptusöl schaffte es dieser Badezusatz von Tetesept mit dem flauschigen Namen Kuschelzeit in mein Badewasser. Es riecht so herrlich.
Und wenn ich geduscht habe und mich danach wohlig warm fühlen wollte, schaffte ich das mit diesem Duschgel von Kneipp (ebenfalls mit einem klangvollen Namen: Eingekuschelt). Normalerweise schreibe ich ja nicht über Beauty, aber diese beiden Sachen kann ich nur jedem ans Herz legen, der gerne wärmere Gerüche mag.

Nun freue ich mich auf den gruseligsten Monat des Jahres. Nightmare before Christmas liegt schon bereit, Halloweendeko muss noch aufgehängt und hingestellt werden und dann kann er kommen, der Oktober.

Lesealltag – Der Mittag

Nachdem ich nun vor einiger Zeit den perfekten, idealen Lesemorgen *klick* beschrieben habe, geht es nun weiter mit dem perfekten Lesemittag (bis Nachmittag).

Lesealltag

 

Das Ideal:
Nachdem wir uns am morgen voller Eifer in unsere Bücher gestürzt haben, knurrt uns irgendwann ganz schön der Magen. Am besten ist es, wir haben einen netten Partner / Mitbewohner / Ehemann(-frau/-hund-/katze/topfpflanze), die sich um uns kümmert und unsere leeren Bäuche mit einem leckeren Mittagessen verwöhnt. Ganz unaufgefordert und am besten etwas, was unsere Bücher oder mobilen Lesegräte nicht beschmutzt, während wir weiterlesen und gleichzeitig essen. Da dass nun mal nicht so einfach ist, kann man alternativ auch gefüttert werden oder man steigt kurzzeitig auf das Medium Film um, um sich eine tolle Buchverfilmung anzusehen. Oder man nutzt die Zeit für etwas soziale Interaktion und unterhält sich mit dem netten Partner / Mitbewohner / Ehemann(-frau/-hund-/katze/topfpflanze/wasauchimmer) über die gerade gelesenen Bücher.
Nach dem Mittagessen verschwindet das Geschirr wie von Zauberhand und wir können uns wieder an unseren Lieblingsleseplatz setzen, um wieder in ferne Welten abzutauchen. Dabei merken wir gar nicht, wie die Zeit vergeht, während wir zur Nachmittagszeit mit krümelfreien Keksen, schmierfreier Schokolade und nicht tropfenden Getränken versorgt werden.

IMG_20170919_091113

Die Realität:
Um ehrlich zu sein, versuchen wir doch nur das doofe Mittagstief an unserem Arbeitsplatz zu überwinden und statt in der Mittagspause etwas aus dem tausendseitigen Schinken zu lesen, den wir mit uns herumtragen, rennen wir kurz zur Pommesbude nebenan und schlingen die fettigen Kartoffelstäbchen oder die fade Currywurst runter, ehe wir uns durch den Nachmittag mit nerviger Radiomusik schlagen und Kollegen die Sachen sagen wie: “ Wer liest den schon Harry Potter, das ist doch nur was für Kinder!“ oder „Oh, diese ganzen Sexbücher momentan, kein Wunder, dass die Jugend von heute so ist, wie sie ist!“. Und während wir sehnsüchtig auf den Feierabend warten, vergessen wir das Buch in unserer Tasche oder das Ebook auf unserem EReader.

Rezension – Will und Layken

laykenTitel: Will und Layken – Eine große Liebe
Autor: Colleen Hoover
Verlag: DTV
Seiten: 864
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-423-71748-9
Klappentext: Nach dem Unfalltod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht, dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt. Und dass diese Liebe mit derselben Intensität erwidert wird. Es sind die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große Glück – drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg…(Quelle von Cover und Klappentext: dtv.de)

Meine Meinung: Vor ein oder zwei Jahren las ich den ersten Teil der „Will und Layken“-Reihe und dachte mir: Ja, ganz nett, aber haut mich jetzt nicht vom Hocker. ich war ehrlich gesagt sogar sehr enttäuscht, weil das Buch so gehyped wurde und ich diesen nicht ganz so verstand. Nun kam aber die gesamte Reihe in einem hübschen Buch raus und ich war wieder angefixt. Schließlich hatte ich die Reihe nicht beendet, das passt eigentlich nicht in mein Konzept. Also wanderte Teil 1 in den öffentlichen Bücherschrank und der Gesamtband in mein Regal. Und ich insgesamt sagen: Ja, nett, aber haut mich immer noch nicht um.

WARNUNG: SPOILER könnten enthalten sein, da es sich um eine Gesamtrezension handelt.

Erstmal zum Positiven: Das Buch als solches ist wunderschön. Und den Gesamttitel finde ich auch sehr schön gewählt.
Ebenfalls total gut gefallen hat mir der Schreibstil an sich. Ich liebe Hoovers Bücher und ihre Art zu schreiben (selbst, wenn es nur übersetzt ist).
Positiv gefallen hat mir auch noch der starke Poetry Slam Anteil. Gerade in Band 1 hat mich das total überzeugt und davon abgehalten, das Buch beiseite zu legen.
Bei den Charakteren stachen für mich am meisten Caulder und Kel heraus. Sie versüßten mir mit ihren frechen Dialogen die Lesezeit und ich hatte fast das Gefühl, sie wären meine kleinen Brüder. Sie kamen mir sehr echt und authentisch vor.
Der Sichtwechsel zu Will: Hier hat man deutlich gemerkt, dass nun jemand anders die Geschichte erzählt. Es war greifbar und ich bewundere Hoover dafür, dass sie so mühelos wechseln konnte.

Nun aber zum Negativen:
Der Kitschfaktor: Der war wirklich nicht zu überbieten und wenn ich noch so auf Gesülze und Geschmachte stehe, hier war es mir echt zu viel. Zu viel von allem.
Die Authentizität und die Charakterentwicklung von Layken: Dieses Mädchen regt mich wirklich auf. Gerade in Band 2 hat sie es sich wirklich sehr mit mir verscherzt. Hätte sie nur einmal zugehört, hätte sich der Konflikt aus diesem Teil wirklich in Luft aufgelöst und das Buch wäre nach zwanzig Seiten vorbei gewesen und hätte mit fröhlichem Gevögel geendet. Ganz ehrlich? Ich hab nicht verstanden, was eigentlich ihr Problem ist. Sicher, sie hat viel durchgemacht, aber sie verhält sich wirklich wie die letzte Oberzicke.
Band 3 als ganzes: Dieses erzählen einiger Situationen aus anderen Perspektiven hatte wirklich keinen Mehrwert für mich und war auch irgendwie von Schmalz nur so überladen.

SPOILERENDE

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Buch je Band immer schlechter wurde. Für mich. Ich möchte damit niemanden beleidigen, der diese Reihe mag, aber mich hat es einfach nicht mitgerissen und dabei kann das Hoover sonst so gut. Vielleicht lag es an der mangelnden Verbindung, die ich zu Layken hatte. ich weiß es nicht. Aber trotzdem bin ich froh, die Reihe durch zu haben und mich anderen Büchern von Hoover widmen zu können.

Fazit: Als Fand der Autorin sollte man einmal reinlesen. Vielleicht mag man es, vielleicht liebt man es sogar, aber ich gebe leider nur 2,5 Sternchen!