Lesealltag – Der Morgen

Jeder kennt ihn wohl irgendwie. Zumindest aus seinen Träumen: den perfekten Lesealltag, so wie man ihn sich vorstellt und gerne hätte. Doch die Realität spielt da leider ihre ganz eigene Rolle. Deswegen folgt nun eine kleine Reihe zum Thema „Lesealltag“

Lesealltag

Der Morgen des perfekten Lesealltags:
Der Wecker klingelt oder im besten Fall wird man wach gekitzelt von den warmen Sonnenstrahlen und dem Vogelgezwitscher, das durch das Fenster fällt. Genüsslich streckt man sich aus und natürlich geht der erste Griff zum Buch, um ein paar Seiten ganz gemütlich vor dem Aufstehen zu lesen. zum wach werden, versteht sich.
Wenn man dann endlich aufsteht, schließlich ist das Buch ja sehr spannend, macht sich sein liebstes Getränk für den Morgen, ein gesundes, instagra-taugliches Frühstück und setzt sich bei schönem Wetter raus auf den Balkon, um weiterzulesen, während man sein Frühstück genießt. Klingt super oder?
Und da wir hier von dem perfekten Lesealltag reden, müssen wir selbstverständlich nicht großartig vor die Tür oder zur Arbeit. Wir ziehen uns etwas Bequemes an, mit dem man auch dem Postboten unter die Augen treten kann (der natürlich neue Bücher vorbei bringt) und widmen uns dann vielleicht ein oder zwei Rezensionen vor dem Mittag.

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Die Realität:
Die bittere Realität sieht dann leider ganz anders aus. Der Wecker reißt uns aus dem Schlaf, wir drücken viel zu oft die Schlummertaste und hetzen schließlich ins Bad, um uns noch halbwegs passabel für die Arbeit gestalten zu können. Das gemütliche Frühstück fällt flach, mit einer Tasse Kaffee to go und einer trockenen Scheibe Brot geht es dann zu Arbeit, auf dem wir sicherlich nicht zum Lesen kommen, denn entweder ist es in der Bahn zu laut, im Bus zu voll und im Auto sowieso zu gefährlich zu lesen. Und wer zu Fuß Luft hat wahrscheinlich das Pech, dass es regnet und wer will schon seine Bücher nass werden lassen? Und so sitzen wir meist pünktlich (oder weniger püntklich) an unserem Arbeitsplatz und werden nicht zum Lesen kommen bis die Mittagspause beginnt.

Bücher für den Herbst/Winter

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Quelle: pixabay.com

Wenn es langsam immer kälter draußen wird, verändert sich auch ein wenig mein Leseverhalten. Ich beginne, das Lesen richtig zu zelebrieren, in dem ich mir Tee, Kakao oder Kaffee mache, mir etwas zu naschen dazu lege und mich dann mit gemütlichen Sachen wahlweise aufs Sofa oder aufs Bett kuschel. Natürlich dürfen dann auch die passenden, flauschigen Socken nicht fehlen und ein paar Kerzen. Das ist für mich eines der schönsten Dinge an den kälteren Jahreszeiten. Wenn es dann draußen noch stürmt und der Regen auf mein Dachfenster prasselt oder es schneit und ich ab und zu rausgucken kann und sehe, wie die Welt in friedlichem Weiß versinkt, dann ist es perfekt.

Zu dieser Jahreszeit lese ich dann auch gerne Bücher, die etwas dicker oder schwerer sind. Im Sommer greife ich selten zu Hardcoverbüchern und Bücher mit mehr als 600 Seiten sind dann selten. Diese sind speziell für Herbst und Winter reserviert.

Als Beispiel dienen mir heute drei Bücher. Eines davon habe ich im letzten Winter ein zweites Mal gelesen, eines angefangen und das letzte hab ich mir für diesen Winter vorgenommen:

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Das Lied von Feuer und Eis – Die Herren von Winterfell
Dieses Buch habe ich letzten Winter zum zweiten Mal gelesen. Die Fanatsy-Saga sollte ja mittlerweile jeder kennen (zumindest die Serie). Dadurch das ständig die Erzählposition n diesem Buch von einer Person zur nächsten springt und es ja doch eher ein dicker Schinken ist, ist es etwas schwerer. Es ist kein leichtes New Adult Buch, das man mal eben zwischen Tür und Angel liest. Nein, man möchte sich Zeit nehmen, um nach Winterfell zu reisen und in die Welt von Jon, Sansa, Tyrion (usw.) einzutauchen. Sollte ich diesen Winter genug Zeit haben, werde ich mir den zweiten Band erneut vornehmen und daraus vielleicht eine kleine Tradition machen.

Outlander
Outlander – zu meiner Schande muss ich gestehen, dass Outlander einer meiner SUB-Leichen ist. Nicht, weil ich es nicht mag, im Gegenteil, ich liebe die Geschichte und Claire und Jamie, aber es ist ein Buch, was für gewöhnlich nicht in mein übliches Genre passt. Und dann auch noch ein verdammt dickes Buch. Für diesen Winter habe ich mir vorgenommen, weiter zu lesen und parallel die Serie zu schauen. Darauf freue ich mich schon sehr.

Opal – Schattenglanz
Diese Reihe von Jennifer L. Armentrout hat mich letztes Jahr in ihren Bann gezogen und wärmt immer wieder mein Herz. Nur lese ich im Sommer eigentlich fast nie Hardcover, weswegen Band 3 auch noch nicht angerührt wurde (bis zum Foto war es sogar noch eingeschweißt). Das wird sich jetzt ändern und ich freue mich schon, wenn mich die Geschichte ein wenig von innen wärmt, denn sie ist wirklich was fürs Herz und passt perfekt zu Keksen und Tee.

Was lest ihr so im Winter oder im Herbst (für den bin ich eigentlich recht spät dran)? Unterscheiden sich da eure Lesegewohnheiten?