Bücher, die ich abbrach

Ich habe mich bis vor einem Jahr immer durch Bücher gequält, auch wenn sie mir absolut nicht gefallen haben. Doch dann änderte ich meine Meinung. Was soll ich Bücher, die ich doof finde, lesen und somit wertvolle Zeit verschwenden? Zeit für andere Bücher, die es wert sind.
Seitdem habe ich genau zwei Bücher abgebrochen und die möchte ich euch heute vorstellen:

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Everflame – Feuerprobe von Josephine Angelini

Das Cover finde ich unglaublich hübsch. Und auch der Klappentext sprach mich an. Es geht um Hexen und um Magie. das konnte mir doch eigentlich nur gefallen oder? Falsch gedacht. Lily war für mich ein so zäher, unnahbarer Charakter, der vollkommen willkürlich handelt und anscheinend nichts lernt. Niemals. Die Welt erschien mir zudem unausgereift, die Antagonisten lachhaft. Außerdem quälte ich mich durch den Schreibstil. Was mir bei der „Götter“-Reihe der Autorin noch gut gefallen hat, wurde hier zur Qual und so gab ich nach bestimmt vier Anläufen auf Seite 137 von 480 genervt auf.
Was ich sehr schade finde, denn die Reihe sieht einfach super im Regal aus. Aber hier stimmte es wohl für mich, dass die Verpackung einen doch täuschen kann.

Hold on tight – Dewayne und Sienna von Abbi Glines

Die Bücher dieser Autorin sind bei mir sowieso immer nicht mehr, als leichte Lektüre für zwischendurch gewesen. Nichts, an das ich Ansprüche hatte. Und so war das auch mit diesem Buch der Reihe. ich hatte wirklich keine Ansprüche, wollte einfach nur etwas nett berieselt werden. Die ersten fünfzig Seiten gefielen mir auch noch ganz gut. Sicher runzelte ich einige Male die Stirn, anlässlich der Tatsache, wie „perfekt“ Sienna doch aussah, wie wenig sie aß,  da sie ja gaaar keinen Bissen runterbrachte, aber an sich war es noch ganz niedlich. und dann rückte Dewayne immer mehr in den Vordergrund. Während er als Held dargestellt wird, kam er mir einfach nur vor wie ein dummer Idiot, der Frauen nur auf das Äußere reduziert und seinen Männlichkeit raushängen lassen will (also seine metaphorische Männlichkeit). Und als es dann heiß herging, wurde wirklich sehr inflationär das Wort „Muschi“ verwendet. Ich bin wirklich nicht zimperlich, aber so unfassbar oft, wie dieses Wort in drei Seiten genannt wurde, konnte ich nicht mehr. Es war einfach nur schlecht. Das Buch wurde zugeklappt und beiseite gelegt. Kein arroganter Dewayne mehr für mich.

Um niemanden auf den Schlips treten zu wollen: das ist meine ganz persönliche Meinung. Es gibt sicherlich genug Menschen, die diese Bücher wirklich sehr mögen und ich will euch und sie nicht verletzten. Es ist schön, dass euch die Bücher gefallen haben, mir haben sie das jedoch nicht.

Wie ist das bei euch? Brecht ihr Bücher ab? Oder „quält“ ihr euch bis zum Ende?

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Rezension – True North #2

53a5bcc75d9237e3Titel: True North – Schon immer nur wir
Autor: Sarina Bowen
Verlag: LYX
Seiten: 410
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-7363-0600-4
Klappentext: Wenn wir zusammen sind, gibt es keine Vergangenheit und keine Zukunft. Es gibt nur das Hier und Jetzt. Diesen Moment
Als Jude in seinen Heimatort in Vermont zurückkehrt, will er nicht mehr daran denken, was vor drei Jahren geschehen ist, als er alles verloren hat: seinen guten Ruf, seine Chance auf eine Zukunft – und Sophie. Seine große Liebe, deren Leben er in einer einzigen tragischen Nach zerstört hat. Sophie ist geschockt von Judes Rückkehr, denn der Mann, der für den Tod ihres Bruders verantwortlich ist, bringt ihr Herz auch nach all den Jahren noch gefährlich aus dem Takt. Und so sehr sie sich dagegen wehrt, spürt sie bald, dass diese Liebe keine Gesetze kennt … (Quelle von Cover und Klappentext: lübbe.de )

 

Meine Meinung: Nach dem sehr gelungenen Auftakt dieser Reihe war ich natürlich gespannt auf die Fortsetzung. Zu Mal es sich dabei um die Geschichte von Jude handelt, den ich im ersten Band sehr sympathisch fand.
Fangen wir beim Positiven an:
Jude ist genauso toll, wie ich ihn in ersten Band kennengelernt habe. Ich mag das sehr, wie authentisch er wirkt.
Auch Sophie wirkte auf mich sehr echt. Ihre Gefühle kamen sehr gut rüber.
Der ernste Kontext dieser Geschichte kam mir ebenfalls sehr realistisch vor. Nicht war für mich irgendwie überspitzt oder zu klischeehaft. Der rote Faden zog sich gut durch die gesamte Handlung, ohne die Spannung zu verlieren.
Auch die Romantik kam meiner Meinung nach nicht zu kurz. An einigen Stellen musste ich mir ein ergriffenes Seufzen verkneifen.
Der Schreibstil ist auch in diesem Teil sehr flüssig und gut verständlich. dadurch wirken beinahe alle Charaktere sehr lebendig und tiefgründig und er lässt eine interessante und teils komische Dynamik zwischen den Protagonisten entstehen.

Nun das weniger Positive: ich fand es sehr schade, dass die Shipleys kaum vorkommen. Sicher, die Handlung spielt woanders und sie haben immerhin einen kleinen Raum auf der Apfelfarm, aber irgendwie hat das im ersten Teil den Reiz für mich ausgemacht.
Außerdem empfand ich es als sehr unrealistisch, wie schnell Sophie Jude verzeiht. da ist keinerlei Wut zu spüren, nicht mal ein Fünkchen. Das ging mir alles etwas zu schnell.

Aber alles in allem bin ich zufrieden mit der Fortsetzung und freue mich nun noch mehr auf den dritten Teil der Vermount-Reihe.

Fazit: Für mich eine etwas schwächere Fortsetzung, die trotzdem überzeugen kann.  3,5 von 5 Sternchen

Leseparty als Alternativ zur FBM

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Gestern hat sie begonnen, die Leseparty 2017 und sie richtet sich an all die, die nicht zu Frankfurter Buchmesse können.   Infos findet ihr bei Twitter, auf den Blogs aus der Grafik oben oder bei Facebook *klick*  oder unter #leseparty
Schon gestern hab ich fleißig mitgemacht und werde wohl nachher auch wieder einsteigen. Vorgenommen hab ich mir vier Bücher, wovon ich eines gestern schon durchgelesen habe. Mal sehen, wie weit ich insgesamt komme.

Das wären:
Scherben der Dunkelheit (S. 10 / 592)
Im Bann der Sehnsucht (162/352)
Sisters in Love – So sexy (S.0/400)
Among the Stars (beendet)
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Nehmt ihr auch an der Leseparty teil oder seid ihr auf der Buchmesse? Vielleicht verbindet ihr ja auch beides?

Morgen Abend wird es übrigens eine Lesenacht geben, vielleicht habt ihr ja Lust einzusteigen.

 

Rezension – Deadly Ever After

produkt-10003213Titel: Deadly Ever After
Autor: Jennifer L. Armentrout
Verlag: PIPER
Seiten: 416
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-492-31173-1
Klappentext: Vor zehn Jahren entkam Sasha nur knapp einem Serienkiller, der mehrere Frauen auf bestialische Weise hingerichtet und als Bräute drapiert hat. Schwer traumatisiert verließ sie ihre Heimat und brach alle Kontakte ab. Doch nun kehrt sie zurück, um ihrer Mutter im Hotel zu helfen. Als Sasha ihren attraktiven Exfreund Cole, mittlerweile FBI-Agent, wiedersieht, verspürt sie sofort heißes Herzklopfen. Und Cole hat auf sie gewartet. Doch bevor die beiden ihre Sehnsucht stillen können, wird eine tote Frau geborgen. Genau dort, wo der Serienkiller vor zehn Jahren seine Leichen deponierte … (Quelle von Cover und Klappentext: piper.de )

 

Meine Meinung: Vorweg: das ist das erste Mal, dass ich „Sexy Crime“ gelesen habe, wie es zumindest auf dem Cover heißt. Ich hatte keinerlei Ansprüche an dieses Genre und somit auch nicht an das Buch, da ich keinerlei Vergleiche habe.
Nun zum Buch: Die Geschichte hat mich ab der ersten Seite gefesselt und so wurde es beinahe in einem Rutsch durchgelesen. Die Geschichte war interessant und spannend aufgebaut und für mich, als Krimi-Neuling, war auch gar nicht klar, wer der Täter war. Im Gegenteil, ich war richtig erstaunt und fühlte mich die ganze Zeit auf eine andere Fährte gelockt. Das hat Armentrout wirklich gut hinbekommen. Während ich von „Frigid“ ja nicht so begeistert war, konnte mich dieses Buch wieder fast komplett überzeugen.

Fast, weil mir die Nebencharaktere, neben der typischen besten Freundin etwas platt vorkamen. Ich hab auch drüber nachgedacht, ob das vielleicht Absicht war, damit man nicht darauf kommt, wer der Täter ist, aber ein wenig mehr Tiefe hat mir gefehlt. Vor allem beim Täter. Hier fehlt mir auch ein wenig mehr der Beweggrund, weswegen er diese Frauen umbrachte.

Positiv anzumerken ist aber der „sexy“ Anteil. Es knistert gewaltig, aber weder übertrieben, noch zu flach oder gar zu langweilig. Auch an der nötigen Romantik hapert es nicht.
Cole und Sasha ergeben für mich ein perfektes Paar und sind beides sehr ausgereifte Protagonisten mit dem gewissen Extra.

 

Fazit: Ein schöner und vor allem spannender Roman. Vielleicht widme ich mich diesem Genre mal etwas mehr.  4 von 5 Sternchen.

 

Danke an den Verlag für das Leseexemplar

Bücher im September / Leseplanung Oktober

Wieder ein Monat rum. Und tatsächlich hab ich im September wirklich viel gelesen. Nicht so viel, wie ich das vielleicht früher tat, aber so langsam scheine ich wieder meinen alten Rhythmus zu finden.
Folgendes hab ich gelesen:

Das Reich der sieben Höfe – Flammen und Finsternis – Saraj J Maas
Flawed – Cecilia Ahern
Will und Layken – Colleen Hoover –> Rezension
True North – Sarina Bowen –> Rezension
Dirty Englisch – Ilsa Madden-Mills
Irresitible – Lex Martin –> Rezension

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Mein Highlight war defintiv Das Reich der sieben Höfe, aber auch True North hat mir sehr gut gefallen. Weniger überzeugen konnten mich dagegen Flawed und Dirty English. Während ich ersteres erst als spannende Dystopie empfunden habe, die dann sehr schnell abgeflacht ist und deren Protagonistin mir einfach sehr irrational vorkam, war Dirty English für mich einfach nur stumpf und fast schon langweilig.

Für den Monat September hab ich mir wieder etwas vorgenommen und sogar etwas mehr:

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Ich bin mir nicht sicher, ob ich alle fünf Bücher schaffe, aber einige davon sind schon angefangen. Am meisten freue ich mich dabei auf True North – Schon immer nur wir und Im Bann der Sehnsucht.

Was habt ihr euch für den schaurigsten aller Monate vorgenommen?

Rückblick September

Der Monat stand bei mir unter dem allgemeinen Jubel, dass endlich (!) der Herbst ausgebrochen ist. Ich hab schon im Juni darauf hingefiebert und endlich war s soweit. ich konnte mich mit einer großen Tasse Kakao, einem Buch und einer flauschigen Deck gemütlich einkuscheln und lesen. Oder Serien schauen. Und mir wurde dabei nicht zu warm. Herrlich oder?

Ansonsten war der Monat voll mit stressigen (und teils schönen) Dingen. Eine wichtige Prüfung vom Ehemann, Hochzeit einer Freundin, Reparaturen am Auto, Arbeit und ein kaputter Durchlauferhitzer, Erkältung in der ganzen Familie, um nur ein wenig zu nennen.
Außerdem hab ich fast gar nicht geschrieben. Zwar schaffe ich es momentan, einige andere Dinge am Laufen zu halten, aber das irgendwie nicht. Nicht einmal das Überarbeiten bekomme ich hin.

 

Aber ich bin positiv gestimmt. An der Schreibnacht konnte ich ein wenig schreiben und so kam ich immerhin in diesem Monat auf knapp 5000 Wörter. Besser als nichts.

Dafür gab es auch viele schöne Dinge diesen Monat. Meine Favoriten diesen Monat sehen folgendermaßen aus:

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Das Reich der sieben Höfe – Flammen und Finsternis war für mich mein absolutes Buchhighlight. Es hat mich sogar so sehr begeistert, dass ich mir die englische Fortsetzung geholt habe. Damit bin ich aber noch nicht sehr weit.

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Baden war ich diesen Monat auch sehr gern. U.a. durch eine Erkältung. Neben dem typischen Eukalyptusöl schaffte es dieser Badezusatz von Tetesept mit dem flauschigen Namen Kuschelzeit in mein Badewasser. Es riecht so herrlich.
Und wenn ich geduscht habe und mich danach wohlig warm fühlen wollte, schaffte ich das mit diesem Duschgel von Kneipp (ebenfalls mit einem klangvollen Namen: Eingekuschelt). Normalerweise schreibe ich ja nicht über Beauty, aber diese beiden Sachen kann ich nur jedem ans Herz legen, der gerne wärmere Gerüche mag.

Nun freue ich mich auf den gruseligsten Monat des Jahres. Nightmare before Christmas liegt schon bereit, Halloweendeko muss noch aufgehängt und hingestellt werden und dann kann er kommen, der Oktober.

Rezension – True North

6ab3c0746bf80cdeTitel: True North – Wo auch immer du bist
Autor: Sarina Bowen
Verlag: LYX
Seiten: 379
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-7363-0560-1
Klappentext: Sie ist die Süße zu meiner Bitterkeit, die Balance, die meinem Leben immer fehlte, und die sinnlichste Versuchung, die ich jemals gekostet habe…
Als Audrey Kidder der finstere Blick von Griffin Shipley trifft, weiß sie sofort, dass ihr Auftrag in Vermont schwieriger wird als gedacht. Doch sie hat keine Wahl: Wenn sie ihren Job behalten will, muss sie Griff davon überzeugen, seinen preisgekrönten Cider zum halben Preis zu verkaufen. Eine harte Nuss, denn der Bio-Farmer ist nicht nur ausgesprochen stur – und unheimlich attraktiv –, sondern seit ihrer heißen Affäre am College auch nicht besonders gut auf Audrey zu sprechen. Und dass sich Audrey in Griffs Nähe augenblicklich so zu Hause fühlt wie nirgends sonst auf der Welt, macht die Sache alles andere als einfach …(Quelle von Cover und Klappentext: luebbe.de)

 

Meine Meinung: Immer wieder stolperte ich in den letzten Wochen über dieses Buch. Es verfolgte mich praktisch. in jeder Buchhandlung sprang es mir entgegen und schrie: Lies mich doch endlich!
Nachdem ich auch über gute Rezensionen stieß, ließ ich mich nicht länger bitten und kaufte es beim Buchhändler meines Vertrauens. Die Erwartungen waren gemäßigt. ich wollte unterhalten werden, rechnete aber mit vielen Klischees über Farmer und Stadtfrauen. Doch ich bekam so viel mehr:
Die Geschichte von Audrey und Griffin hat mir wirklich unfassbar viel Freude gemacht. Audrey ist nicht auf den Mund gefallen, Griff der total sympathische Grummelbär und es knistert gewaltig zwischen ihnen. Das Setting des schönen Vermonts lässt mich von einem Urlaub in Neuengland träumen. Zur Apfelsaison natürlich.
Beide Protagonisten haben es in der Vergangenheit nicht unbedingt leicht gehabt, aber zu meiner großen Überraschung wurde nicht lang und breit darauf herumgetreten.
Die Familie von Griffin hat mich ebenfalls sehr überzeugt.Sie ist so liebenswert und charmant, da möchte man eigentlich gleich gern selbst mit ihnen am Tisch sitzen.
Das Farmleben wird gut erklärt und ist vor allem für meine Augen realistisch. Es wird z.B. eine Sache beschrieben, die unweigerlich zum Farmleben dazugehört und die viele Autoren vielleicht umgehen werden, da sie nicht besonders schön ist. Das sammelte bei mir Pluspunkte, obwohl ich währenddessen einen Kloß in der Kehle hatte.
Desweiteren punkten konnte True North mit seinen immer wiederkehrenden Beschreibung von Essen. Köstlichem Essen. So viel Hunger hatte ich wahrscheinlich noch bei keinem Buch.
Der einzige Kritikpunkt, den ich aufweisen kann, sind kleine Längen zwischendurch, gerade innerhalb der erotischen Szenen.

Fazit: Der Roman hat mich hervorragend unterhalten, ich habe gelacht, hatte Hunger, war gerührt und hatte insgesamt sehr viel Spaß. 4 von 5 Sternchen