Ein Post für die Liebe

Heute war es endlich soweit. Im Bundestag wurde positiv dafür abgestimmt, dass jeder Mensch denjenigen heiraten darf, den er liebt. Ein großer, wunderbarer Schritt und auch wenn dies kein politischer Blog ist, sehr wichtig für mich zu erwähnen.

Als Kind, das im direkten Umfeld mit Homosexualität aufgewachsen ist, war es für mich immer selbstverständlich, dass diese große Liebe von der Person abhängt. Nicht vom Geschlecht. Dass jeder den liebt, den er nun mal liebt.

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Quelle: Pixabay.com

Doch schon in der Grundschule stieß ich mit dieser Meinung auf Unverständnis. Wurde spätestens auf dem Gymnasium dafür gemobbt, dass ich das so sah und wurde dafür verurteilt. „Lesbe“ wurde ich gerufen und nichts tat mir so sehr weh, wie zu sehen, zu hören und zu spüren, dass diese Kinder (und Erwachsenen) es böse meinten. Es sei bei mir doch eh im Blut, also müsste ich auch so verkorkst sein. Seltsam, verdreht und anders.
Irgendwann lernte ich es, zu ignorieren, doch ich verstand das Problem nicht, selbst wenn ich lesbisch wäre. Was ist daran schlimm?

Heute kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass ich nie stolzer auf dieses eine Paar gewesen bin, nie stolzer auf diesen Menschen in meinem Umfeld. Dass ich durch diesen Menschen die unmittelbare Chance hatte, tolerant aufzuwachsen. Es als etwas vollkommen natürliches anzusehen. Ich bin so froh, dass sie ihre Liebe leben können und dies nun endlich mit de der Heteros gleichsetzen können. Denn sie sind wie alle anderen: Menschen, die lieben dürfen, wen sie wollen!

 

 

Die Sache mit dem Überarbeiten

Seit ich aus den Flitterwochen zurück bin, habe ich ein festes Ziel im Kopf: Das Veröffentlichen von meinem zweiten Buch „Nothing Matters“. Da dieses jedoch weder ein Cover, noch Klappentext hat und weder lektoriert, noch korrigiert ist, dauert das noch ein wenig. Um genau zu sein stecke ich gerade in der Phase der Überarbeitung bevor es an die Testleser (die ich auch noch suchen muss, herrje) geht.
Was genau mache ich da?
Nun, nachdem „Nothing Matters“ etwa ein halbes Jahr (vielleicht mehr) in der metaphorischen Schublade ruhte, muss ich mich in die Geschichte erst einmal wieder einlesen. Die Verbindung zu den Charakteren neu aufbauen und vielleicht die ein oder andere Szene ergänzen. Das ist der erste Durchlauf.
Durchlauf zwei beschäftigt sich mit der Rechtschreibung. grundsätzlich kann ich das ganz gut, aber Tippfehler beim schnell schreiben passieren häufig und leicht. Diese werden nun so gut es geht ausgemerzt.

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Typischer Satz mit den typischen Tippfehlern. „Willow“ war kleingeschrieben, „geischt“ ist eigentlich „Gesicht“.

Es folgt Durchlauf drei: Das Ausdrucken und somit das Lesen auf einem anderem Medium. Hier fallen mir häufiger nochmal Sachen auf, die ich gern anders hätte, vor allem Wortwiederholungen. Außerdem drucke ich auch hier von schon eine zweite Version aus, die ich mir selbst per Post schicke (zur Sicherung bzgl Urheberrecht).
Durchlauf vier geschieht erst, nachdem ich die Versionen mit Anmerkungen der Testleser wieder habe. Diese werden eingearbeitet, nebenbei wird auf Tippfehler geachtet. Was dann folgt ist das Korrektorat, Lektorat und der übliche letzte Durchgang (oder eher zehntausend „letzte“ Durchgänge).

Wie handhabt ihr eure Überarbeitungen? Lest ihr alles einmal durch und weg damit oder habt ihr gar die doppelte Anzahl an Überarbeitungsphasen?

Rezension – Secret Sins

Secret SinsStaerker als das Schicksal von Geneva Lee

Titel: Secret Sins – Stärker als das Schicksal
AutorGeneva Lee
Verlag: Blanvalet
Seiten:
Erscheinungsjahr: 2017
Klappentext: Faith Kane hält sich und ihren kleinen Sohn Max mit einem Job als Kellnerin mühsam über Wasser. Männern hat sie seit Jahren abgeschworen – bis sie Jude Mercer begegnet, ausgerechnet bei einem Treffen für Suchtkranke. Faith ist klar: Ein Mann, den man an einem solchen Ort kennenlernt – selbst wenn er so attraktiv ist wie Jude –, bedeutet nichts als Ärger. Doch schnell muss sie erkennen, dass bei Jude nichts ist, wie es scheint. Auch er hütet Geheimnisse, ebenso wie sie selbst, und er weiß mehr über Faith, als sie ahnt … (Cover und Klappentext von randomhouse.de )

Meine Meinung: Die Grundstory ist schnell erklärt. Frau mit schwerer Vergangenheit trifft Mann mit schwerer Vergangenheit beim Treffen der AA. Klang für mich recht ansprechend, ich tue mich ja nicht schwer mit Klischees und war außerdem neugierig, wie sich die Bücher von Geneva Lee so lesen.  Der ernste Hintergrund der Story konnte sehr gut überzeugen und zum Nachdenken anregen. Nun zum „Aber“:

Uff, was hab ich mich streckenweise durch dieses Buch gekämpft. Während ich am Anfang noch leicht rein gefunden habe, verließ mich zwischendurch immer wieder die Lust, mich mit Faith und Jude zu beschäftigen.
Faith ist ein sehr schwieriger Charakter, deren Handlungen für mich oft nicht nachvollziehbar waren. Sicher, schwere Vergangenheit, etc., aber zu wenig Vertrauen in sich selbst, kauf ich niemandem ab. Jude hingegen war mir zu glatt. Seine Geschichte hatte mir zu wenig Ecken. Es war schwierig, Für die beiden, für  die Handlung und für mich.

Gut hingegen empfand ich die Beschreibungen von Faith als Mutter. Als kämpfende Mutter um den kleinen Max. Die Szenen mit ihr und Max haben mein Herz immer sehr gewärmt und mir ein kleines Lächeln auf das Gesicht gezaubert.

Zum Stil der Autorin lässt sich folgendes sagen: Er ist grundsätzlich flüssig und recht schnell lesbar, aber irgendwie auch speziell. An manchen Stellen stolperte ich über Wörter, die da irgendwie deplatziert waren. Vielleicht ist dies aber auch eine Sache der Übersetzung.

Insgesamt überwiegt allerdings das Lächeln bei diesem Buch gegenüber dem Stirnrunzeln und dem genervten Schnauben, weil Faith so stur ist. Wer also mit sturen Charakteren etwas anfangen kann und Geneva Lee mag, sollte sich das Buch einmal genauer ansehen.

Fazit: Die Geschichte hat mich streckenweise unterhalten, sich aber auch manchmal sehr gezogen. ich weiß nicht genau, ob es am Stil oder den Protagonisten lag, aber so richtig warm geworden bin ich mit dem Buch nicht. 3 von  5 Sternchen

 

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

POY-Update

*Staub wegpustet*
Nun, der letzte Beitrag war vor zwei Monaten. Also schon echt lange her. Grund dafür war, wie man sich das vielleicht denken kann, mangelnde Zeit. Aber zum größten teil aus sehr positiven gründen, denn ich habe Ende Mai meinem Mann geheiratet und so eine Hochzeit braucht nun mal einiges an Vorbereitungen. Neben Uni, Arbeit und dem Schreiben blieb nicht viel Zeit und so musste der Blog und meine SCM-Aktivität eben darunter leiden.

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Trotzdem hat sich viel getan. Ich habe ein Projekt beendet, einen Bearbeitungsplan für meine nächste Veröffentlichung erstellen („Nothing matters“) und habe auch einiges gelesen. Die Rezensionen werden jetzt im Laufe der Zeit abgearbeitet.
Momentan schreibe ich eine Kurzgeschichte für eine Ausschreibung und arbeite an einem anderen Projekt, dass echt viel Recherche in Anspruch nimmt.
Aber es ist herrlich und immer, wenn ich mir Zeit dafür nehmen kann, blühe ich auf. Eventuell wird es mit der Veröffentlichung im Juli nichts mehr, aber dann ist es eben so. ich arbeite daran und auf ein paar Tage kommt es dann auch nicht mehr an.

Um abzuschalten war ich dann direkt nach der Hochzeit in Dänemark. Ein wunderschönes Fleckchen mit viel zu guten Essen.
Jetzt bin ich wieder in Deutschland und stürze mich mit Feuereifer auf das, was vor mir liegt!