Bücher für den Herbst/Winter

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Quelle: pixabay.com

Wenn es langsam immer kälter draußen wird, verändert sich auch ein wenig mein Leseverhalten. Ich beginne, das Lesen richtig zu zelebrieren, in dem ich mir Tee, Kakao oder Kaffee mache, mir etwas zu naschen dazu lege und mich dann mit gemütlichen Sachen wahlweise aufs Sofa oder aufs Bett kuschel. Natürlich dürfen dann auch die passenden, flauschigen Socken nicht fehlen und ein paar Kerzen. Das ist für mich eines der schönsten Dinge an den kälteren Jahreszeiten. Wenn es dann draußen noch stürmt und der Regen auf mein Dachfenster prasselt oder es schneit und ich ab und zu rausgucken kann und sehe, wie die Welt in friedlichem Weiß versinkt, dann ist es perfekt.

Zu dieser Jahreszeit lese ich dann auch gerne Bücher, die etwas dicker oder schwerer sind. Im Sommer greife ich selten zu Hardcoverbüchern und Bücher mit mehr als 600 Seiten sind dann selten. Diese sind speziell für Herbst und Winter reserviert.

Als Beispiel dienen mir heute drei Bücher. Eines davon habe ich im letzten Winter ein zweites Mal gelesen, eines angefangen und das letzte hab ich mir für diesen Winter vorgenommen:

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Das Lied von Feuer und Eis – Die Herren von Winterfell
Dieses Buch habe ich letzten Winter zum zweiten Mal gelesen. Die Fanatsy-Saga sollte ja mittlerweile jeder kennen (zumindest die Serie). Dadurch das ständig die Erzählposition n diesem Buch von einer Person zur nächsten springt und es ja doch eher ein dicker Schinken ist, ist es etwas schwerer. Es ist kein leichtes New Adult Buch, das man mal eben zwischen Tür und Angel liest. Nein, man möchte sich Zeit nehmen, um nach Winterfell zu reisen und in die Welt von Jon, Sansa, Tyrion (usw.) einzutauchen. Sollte ich diesen Winter genug Zeit haben, werde ich mir den zweiten Band erneut vornehmen und daraus vielleicht eine kleine Tradition machen.

Outlander
Outlander – zu meiner Schande muss ich gestehen, dass Outlander einer meiner SUB-Leichen ist. Nicht, weil ich es nicht mag, im Gegenteil, ich liebe die Geschichte und Claire und Jamie, aber es ist ein Buch, was für gewöhnlich nicht in mein übliches Genre passt. Und dann auch noch ein verdammt dickes Buch. Für diesen Winter habe ich mir vorgenommen, weiter zu lesen und parallel die Serie zu schauen. Darauf freue ich mich schon sehr.

Opal – Schattenglanz
Diese Reihe von Jennifer L. Armentrout hat mich letztes Jahr in ihren Bann gezogen und wärmt immer wieder mein Herz. Nur lese ich im Sommer eigentlich fast nie Hardcover, weswegen Band 3 auch noch nicht angerührt wurde (bis zum Foto war es sogar noch eingeschweißt). Das wird sich jetzt ändern und ich freue mich schon, wenn mich die Geschichte ein wenig von innen wärmt, denn sie ist wirklich was fürs Herz und passt perfekt zu Keksen und Tee.

Was lest ihr so im Winter oder im Herbst (für den bin ich eigentlich recht spät dran)? Unterscheiden sich da eure Lesegewohnheiten?

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Rezension – Dirty Secrets

Dirty Secrets Secrets 1 von J Kenner

Titel: Dirty Secrets
Autor: J. Kenner
Seiten: 384
Verlag: DIANA (Randomhouse)
Erscheinungsjahr: 2016
Klappentext: Die Erinnerung an Dallas Sykes brennt in mir.

Jeder kennt ihn als den berüchtigten Playboy, für den Frauen und Geld bloße Zahlen sind. Doch für mich ist er der Mann, nach dem ich mich sehnlichst verzehre. Und den ich nie haben kann.

Dallas versteht mich so gut wie niemand sonst. Wir tragen in uns dieselben Wunden, dasselbe dunkle Kapitel unserer Vergangenheit. Ich wollte ihn vergessen, aber nun, da wir uns wiedersehen, kann ich der Anziehungskraft zwischen uns nicht widerstehen.

All die Jahre wehrten wir uns gegen unser Verlangen. Doch nun ist es an der Zeit, es endlich zuzulassen. [Quelle von Cover und Klappentext randomhouse.de ]

Meine Meinung: Das Cover dieses Buches sprach mich sofort an. Es ist schlicht, aber irgendwie schön. Außerdem leicht geprägt. So etwas gefällt mir immer sehr gut. Leider war das auch schon das Positivste, was ich zu „Dirty Secrets“ sagen kann.
Die Geschichte ist harter Tobak´. Kindesentführung, Misshandlung, um nur einige Punkte zu nennen. Das ist alles nichts für schwache Nerven. Leider empfand ich die Gefühle, die die Charaktere vermitteln sollten vollkommen falsch rüber gebracht. Oder gar nicht, besser gesagt. Die Charaktere, Dallas und Jane, wirkten kalt. oder übertrieben emotional. Vielleicht lag es am etwas platteren Schreibstil, denn normalerweise bin ich alles andere, als schwer emotional zu berühren.

Auch die erotischen Szenen, von denen es wirklich eine  Menge gab, wirkten auf mich manchmal übertrieben erzwungen oder erzwungen erotisch. Es passte nicht zum Gesamtbild, die Formulierungen waren immer die gleichen und auch obwohl sie so erzwungen exotisch waren, kamen die erotischen Szenen mir immer gleich vor. Langweilig beinahe schon. Dazu muss man allerdings sagen, wenn man „Shades of Grey“ schon zu erotisch fand, dann sollte man hiervon die Finger lassen. „Dirty Secrets“ hat definitiv mehr Sex als „Shades of Grey“.
Die Handlung kam mir sehr langsam voran und irgendwie sehe ich auch nicht so richtig, was auf diesen knapp 400 Seiten wirklich passiert (mal abgesehen vom Sex). Dabei war der Anfang noch recht gut, ließ etwas Dramatisches versprechen. Leider war das nicht so.
Insgesamt bin ich mit diesem Buch einfach nicht richtig warm geworden. Stil und Storyline waren flach und unausgereift. Es ist mein erstes Buch der Autorin, vielleicht gebe ich ihr noch eine Chance, aber leider nicht mit dieser Reihe.

Fazit: Der Anfang ist passabel, das Cover schön. Der Rest gefiel mir leider weniger. 2 von 5 Sternchen

 

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

NaNoWriMo2016 – Update #3

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Und wieder eine Woche um. Eine sehr deprimierende Woche, die noch einen guten Abschluss hatte. Ich war nämlich krank und absolut nicht fähig, am PC zu sitzen und zu schreiben. In meinem Kopf herrschte Matsch. Und mehr als einmal dachte ich darüber nach, aufzugeben. Die 50k rückten in immer weitere Ferne, die Anzahl an Wörtern, die ich aufholen musste, wurden immer größer. Doch ich sagte mir: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich gebe noch nicht auf!

Der erste Erfolg stellte sich am Freitag bei der Schreibnacht ein. Hier schaffte ich etwa 3000 Wörter, sodass sich mein Rückstand etwas verringerte, wie man in der Grafik auch ganz gut erkennen kann. Der nächste Erfolg kam am Tag danach. 4000 Wörter. Ich war sehr stolz auf mich.

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Allerdings schien ich damit auch etwas übertrieben zu haben, schließlich war ich noch nicht ganz gesund und am Sonntag kamen leider nur 1000 Wörter dazu. Aber auch damit bin ich ganz zufrieden. Viele Teilnehmer haben es zwar schon geschafft und teilweise weit mehr, als die 50k geschrieben, aber trotzdem bin ich recht stolz, überhaupt bisher so viele Wörter geschafft zu haben. Nächstes Jahr bin ich beim Wriyobo dabei (dazu gibt es im Dezember noch einen Beitrag), da sind es 10k pro Monat. Und selbst das kommt mir viel vor.

Außerdem komme ich in der Story recht gut voran. Ich schreibe nach Nase, also nicht chronologisch nach Verlauf der Geschichte, sondern auf welche Szene ich gerade am meisten Lust habe. Nur mit Namen hab ich es bei dieser Geschichte nicht so.

Jetzt geht es an den Endspurt und ich hoffe zumindest noch so viel zu schaffen, wie eben geht. 40k wären schön (50 natürlich noch schöner). Euch allen noch ganz viel Kraft. Ihr packt das!

Rezension – Game on – Chancenlos

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Titel: Game on – Chancenlos
Autor: Kristen Callihan
Seiten: 416
Verlag: LYX (Bastei Lübbe)
Erscheinungsjahr: 2016
Klappentext: Ivy ist die beste Freundin des Football-Stars Gray Grayson. Die beiden schreiben sich regelmäßig, seit Gray sich Ivys Auto geliehen hat, während diese im Ausland studiert. Dann kehrt Ivy nach Hause zurück, und mit dem heißen Prickeln, das augenblicklich zwischen ihnen entsteht, haben weder Gray noch Ivy gerechnet. Doch Ivy folgt einer goldenen Regel: keine Beziehung mit einem Klienten ihres Vaters – der auch Gray als Agent vertritt. Aber sie hat nicht mit Grays Charme und seinen ganz besonderen Überzeugungskünsten gerechnet … [Quelle von Cover und Klappentext: luebbe.de ]

Meine Meinung: Beim ersten Band dieser Reihe tat ich mich etwas schwer. Vor allem am Anfang. Zum Ende hin konnte mich Game On #1 aber voll überzeugen. Hier ist es ein bisschen andersherum. Der Anfang gefiel mir richtig gut, die ersten 200 Seiten flogen nur so dahin. Dann kam eine kleine Länge, bei der ich das Buch erst mal etwas weglegte. Die Mitte hat sich in meinen Augen etwas gezogen. Doch als ich schließlich auf das Ende zusteuerte, wurde es wieder grandios. Ivy ist ein starker Charakter, eine starke Frau, die für sich und ihre Träume einsteht. Mir gefällt diese Art von Protagonist. Auch Gray gefiel mir gut. Er hatte zwar dieses Badboy-Image, aber im Umgang mit Ivy verhielt er sich fast nie wie ein Arschloch. Endlich gibt es mal vernünftige Typen.
Die SMS zwischen den beiden waren immer erheiternd. Ich mochte dieses Ungezwungene, dieses Freundschaftliche. Hier versteht man, wieso die beiden sich lieben lernen.
Das Ende hob mich, wie bereits erwähnt, noch einmal völlig aus den Socken. Diese Wendung hatte ich nicht unbedingt erwartet. Eigentlich gar nicht. Aber die Geschichte war so herrlich liebevoll und noch so viel spannender, als der erste Teil. Tatsächlich mag ich Sport gar nicht, aber hier kann ich sehr gut über das ganze Thema hinwegsehen. Nicht nur hinwegsehen. Football gehört zu dieser Geschichte, anders würde es gar nicht funktionieren. Vielleicht sollte ich mir doch mal ein Spiel anschauen *lach*.
Erwähnte ich eigentlich, dass der Humor in dieser Geschichte wirklich nicht zu kurz kommt? Nein? Gut, dann ist es jetzt klar: Dieses Buch ist stellenweise echt saukomisch. Vielleicht trifft das nur meinen, zugegebenermaßen manchmal recht schrägen Humor, aber bei diesem Buch habe ich mich köstlich amüsiert. Allein das Gray einen pinken Fiat fährt. Oder die Sache mit dem Cupcake und der Spezialsoße. Herrlich!
Insgesamt hab eich also an diesem Buch außer der kurzen Länge in der Mitte rein gar nichts auszusetzen.

Fazit: Game On Band 2 hat mir noch mal um Längen mehr gefallen, als der erste Teil, deswegen bekommt es von mir 4 von 5 Sternchen. Wenn ihr auf Football und New Adult steht: Lest es!

Rezension – Fading Colors

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Titel:
  Fading Colors
Autor: Carrie Elks
Seiten: 227
Verlag: Forever by Ullstein
Erscheinungsjahr: 2016
Klappentext: Vor neun Jahren war Beths Leben ein Scherbenhaufen. Jetzt hat sie alles, was sie sich wünschen kann: einen Job, bei dem sie Menschen hilft, die Ähnliches durchleben wie sie einst, einen Ehemann, der sich um sie kümmert, und ein wunderschönes Zuhause. Doch plötzlich steht Niall wieder vor ihr und alles, was sie damals hinter sicher gelassen hat, stürzt erneut auf sie ein. Der Schmerz, die Schuldgefühle, die Unsicherheit. Trotzdem ist nichts von der früheren Anziehungskraft zwischen den beiden verflogen. Und während Beth sich scheinbar immer weiter von ihrem neuen sicheren Leben entfernt, kommen die beiden sich wieder näher. So nah, dass Beth erneut vor den Bruchstücken ihrer Existenz steht. Es gibt nur einen, der ihr helfen kann, ihr Leben wieder zusammenzusetzen. Aber kann sie Niall je wieder vertrauen? [Quelle von Cover und Klappentext: vorablesen.de ]

Meine Meinung: Die Geschichte um Niall und Beth war bittersüß. Und so gar nicht das, was ich erwartet habe. Ich habe es ein wenig weniger kitschig erwartet, etwas derber, um genau zu sein. Aber das war es nicht. Es war zart und romantisch und an vielen Stellen so traurig. Sobald ich mich also umgestellt hatte, konnte mich diese Geschichte sehr berühren. Beth ist eine wahnsinnig starke Frau, die vieles durchgemacht hat. Sie gefiel mir mit Abstand am Besten (danach kommt die kleine Allegra). Durch die Rückblicke erfährt man viel über ihre und Nialls Vergangenheit und das finde ich äußerst gut gelöst. Die Rückblicke stören nicht, wie bei manch anderen Büchern, sondern sind gut eingebaut.
Niall hingegen wirkte auf mich trotz der Rückblicke etwas farblos. Er wurde nicht so gut umschrieben, wie das bei Beth der Fall gewesen ist. Auch Simon blieb für mich etwas oberflächlich, wobei das auch durchaus beabsichtigt sein kann.
Die Handlung ist zum Teil wirklich harter Tobak (Drogenmissbrauch, körperliche Gewalt ,Tod), aber das meiste spielt sich in den Köpfen der Leser ab. Für einen Liebesroman wahrscheinlich nicht schlecht, aber ich selbst hätte mir trotz des sensiblen Themas gerne mehr Input gewünscht.
Der Schreibstil ist aber wirklich nicht schlecht und passt zur Geschichte. Anfangs und in der Mitte hat es sich stellenweise etwas gezogen, aber ansonsten gefiel mir das ganz gut.
Insgesamt hätte ich mir gerne mehr Tiefe für die anderen Protagonisten gewünscht. Auch fehlte mir hier und da eine Zusatzinformation. Ein paar mehr Seiten hätten hier nicht geschadet, gerade bei den Rückblicken.

Fazit: Ein Roman, bei dem ich etwas mehr erwartet habe, aber der trotzdem stabil funktioniert. Wer auf eine bittersüße Geschichte Lust hat, wird hier nicht enttäuscht. Für mich ergibt das 3 von 5 Sternchen.

Mein Exemplar wurde mir freundlicherweise von vorablesen.de zur Verfügung gestellt.

NaNoWriMo2016 – Update #2

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Und schon wieder eine Woche vorbei. Wie ging es euch diese Woche? Seid ihr gut vorangekommen? Habt ihr was besonderes erlebt?

Meine Woche war sehr..anstrengend, aber auch schön.
NaNoWriMo-technisch lief es aber auch nicht schlecht. An Tag 8 und Tag 9 habe ich beide Male das Tagesziel von 1667 Wörtern überschritten. Manchmal musste ich für jedes einzelne Wort kämpfen und dann lief es auf einmal wie von selbst.  Ich schreibe meistens nicht nach dem chronologischen Verlauf meiner Geschichte, zumal sie immer noch nicht fertig geplottet ist, aber ich konnte in diesem beiden Tagen auch ein paar Lücken füllen. Und ein Charakter, auf den ich mich schon sehr gefreut habe, kam ins Spiel.

Tag 10 habe ich mit Vorschreiben und meiner Novelle verbracht, die hoffentlich bald erscheint. An Tag 11 war nach etwas über 500 Wörtern einfach die Luft raus und ich brauchte dringend eine Pause, denn am Wochenende stand ein Blockseminar an, also von 9 bis 18 uhr Uni. Tag 12 und 13 fielen also außer knappen 400 Wörtern komplett ins Wasser. Nun, an Tag 14, versuche ich alles aus mir herauszuholen und die fehlenden Wörter wieder gutzumachen. Was nicht geklappt hat, denn ich musste Unisachen erledigen und war schlichtweg müde. Aktuell bin ich bei 19353 Wörtern. Mal schauen, wie es die nächsten Tage weitergeht. Aber trotzdem bin ich ganz zufrieden. Ich habe noch gut 14 Tage Zeit und bin recht zuversichtlich, da es ab nächstem Wochenende sowieso etwas ruhiger wird. Außerdem steht die Schreibnacht noch an. Und Mittwoch geht es in die Premiere von „Phantastische Tierwesen“. Darauf freue ich mich unglaublich (auch wenn wieder ein Schreibabend ausfällt).

Euch hoffentlich auch noch einen erfolgreichen Rest-Monat und ganz viel Spaß beim Schreiben!

Rezension – Zurück ins Leben geliebt

 


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Titel:
  Zurück ins Leben geliebt
Autor: Colleen Hoover
Seiten: 386
Verlag: dtv
Erscheinungsjahr: 2016
Klappentext: Als Tate zum Studium nach San Francisco zieht, stolpert sie dort gleich am ersten Abend über Miles Archer: Miles, der Freund ihres Bruders, der niemals lächelt, meistens schweigt und offensichtlich eine schwere Bürde mit sich herumträgt. Miles, der so attraktiv ist, dass Tate bei seinem Anblick Herzflattern und weiche Knie bekommt. Miles, der, wie er selbst zugibt, seit sechs Jahren keine Frau mehr geküsst hat. Miles, von dem Tate sich besser fernhalten sollte, wenn ihr ihr Gefühlsleben lieb ist …  [Quelle von Cover und Klappentext: dt.de ]

Meine Meinung: Colleen Hover – Sie wird eigentlich an jeder Ecke gelobt. Deswegen hatte ich bereits beim ersten Buch, das ich von ihr gelesen habe [Weil ich Layken liebe] hohe Erwartungen. Die wurden leider nicht erfüllt. Auch bei Love and Confess war ich unentschlossen, ob ich der Autorin noch eine Chance geben soll. Denn so umgehauen hat mich keines ihrer Bücher. Jedoch fand ich das Cover von Zurück ins Leben geliebt sehr schön, der Klappentext sprach mich an und ich war auf der Suche nach etwas fürs Herz. Also griff ich zu diesem Buch.
Der Anfang konnte mich tatsächlich wieder nicht recht überzeugen. Mit Miles wurde ich nicht warm und Tate war mir zu flach. Ein Charakter, den man akzeptiert, aber mit dem man nicht mitfühlen kann. Zumindest nicht sehr. Nur die Rückblicke ließen mich konstant weiterlesen, sonst hätte ich das Buch wahrscheinlich wieder zur Seite gelegt und erst mal was anderes gelesen. Miles Vergangenheit, geschrieben in dieser Form, war wirklich interessant.
Und dann nahm die Geschichte urplötzlich an Fahrt auf. Es war wie ein Schalter, der umgelegt wurde und ich konnte nicht aufhören. Das Herzklopfen, auf das ich die ersten knappen 200 Seiten gewartet hatte, stellte sich ein und am Ende verdrückte ich die ein oder andere Träne (eigentlich auch schon etwas weiter vorher). Das Buch konnte mich zum Ende hin noch berühren und ich ziehe meinen Hut vor der lieben Frau Hoover, weil sie eine so schwere und ernste Thematik doch so gut verpackt. Und das nicht nur durch ihren Schreibstil, sondern auch durch die Schreibform. Stilistisch gesehen hatte es dieses Buch echt in sich. Das gefiel mir sehr.
Auch das deutsche Cover finde ich sehr gelungen. Zumindest so sehr, dass es mich zum Kaufen animiert hat.
Insgesamt ist dieses Buch ein anfangs nicht vollkommen überzeugender Roman, der jedoch eine schöne Liebesgeschichte enthält und dessen Spannungsbogen zum Glück noch einmal rasch nach oben geht, wenn man die ersten 200 Seiten überwunden hat.

Fazit: Das Ende dieses Buches konnte mich echt noch überzeugen, deswegen gibt es knappe 4 von 5 Sternchen