Lesealltag – Der Mittag

Nachdem ich nun vor einiger Zeit den perfekten, idealen Lesemorgen *klick* beschrieben habe, geht es nun weiter mit dem perfekten Lesemittag (bis Nachmittag).

Lesealltag

 

Das Ideal:
Nachdem wir uns am morgen voller Eifer in unsere Bücher gestürzt haben, knurrt uns irgendwann ganz schön der Magen. Am besten ist es, wir haben einen netten Partner / Mitbewohner / Ehemann(-frau/-hund-/katze/topfpflanze), die sich um uns kümmert und unsere leeren Bäuche mit einem leckeren Mittagessen verwöhnt. Ganz unaufgefordert und am besten etwas, was unsere Bücher oder mobilen Lesegräte nicht beschmutzt, während wir weiterlesen und gleichzeitig essen. Da dass nun mal nicht so einfach ist, kann man alternativ auch gefüttert werden oder man steigt kurzzeitig auf das Medium Film um, um sich eine tolle Buchverfilmung anzusehen. Oder man nutzt die Zeit für etwas soziale Interaktion und unterhält sich mit dem netten Partner / Mitbewohner / Ehemann(-frau/-hund-/katze/topfpflanze/wasauchimmer) über die gerade gelesenen Bücher.
Nach dem Mittagessen verschwindet das Geschirr wie von Zauberhand und wir können uns wieder an unseren Lieblingsleseplatz setzen, um wieder in ferne Welten abzutauchen. Dabei merken wir gar nicht, wie die Zeit vergeht, während wir zur Nachmittagszeit mit krümelfreien Keksen, schmierfreier Schokolade und nicht tropfenden Getränken versorgt werden.

IMG_20170919_091113

Die Realität:
Um ehrlich zu sein, versuchen wir doch nur das doofe Mittagstief an unserem Arbeitsplatz zu überwinden und statt in der Mittagspause etwas aus dem tausendseitigen Schinken zu lesen, den wir mit uns herumtragen, rennen wir kurz zur Pommesbude nebenan und schlingen die fettigen Kartoffelstäbchen oder die fade Currywurst runter, ehe wir uns durch den Nachmittag mit nerviger Radiomusik schlagen und Kollegen die Sachen sagen wie: “ Wer liest den schon Harry Potter, das ist doch nur was für Kinder!“ oder „Oh, diese ganzen Sexbücher momentan, kein Wunder, dass die Jugend von heute so ist, wie sie ist!“. Und während wir sehnsüchtig auf den Feierabend warten, vergessen wir das Buch in unserer Tasche oder das Ebook auf unserem EReader.

Advertisements

Rezension – Irresitible

51r-gNBDpnLTitel: Irresitible – Ein Baby kommt selten allein
Autor: Lex Martin
Verlag: LYX
Seiten: 390
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-7363-0566-3
Klappentext: Ein Baby zähmt den Bad Boy …
Brady, Tattoo-Artist und Harley-Fahrer, ist außer sich vor Kummer: Sein Bruder und dessen Frau sind bei einem Unfall ums Leben gekommen. Nun ist es an Brady, die Beerdigung zu organisieren, die Lavendelfarm seines Bruders zu verkaufen und sich um seine kleine Nichte zu kümmern. Zum Glück ist da Katherine, die auf die kleine Isabella aufpasst und sich auf der Farm auskennt. Schnell kochen die Gefühle zwischen dem muskulösen und tätowierten Bad Boy und der kurvigen Latina hoch …(Quelle von Cover und Klappentext: luebbe.de)

Meine Meinung: Eine wunderschöne, bittersüße Geschichte für den Herbst mit einem schnieken Bad Boy und einem knuffigen Baby. Das hab ich erwartet und fast genau das bekommen.
Die Geschichte um Brady und Katherine wird aus beiden Perspektiven abwechselnd erzählt, was ich als sehr angenehm empfand. Die Autorin verstand sich darauf, die Sichten zu wechseln und man musste immer ganz genau, wer gerade erzählt.
Katherine ist für mich ein wundervoller Charakter, der nicht vom Whitewashing betroffen ist und mir trotzdem nicht wie ein Stereotype vorkam. Es war herrlich, sie ab und zu Spanisch sprechen zu lesen und ich habe sie wirklich ins Herz geschlosssen.
Brady hingegen konnte nicht ganz das erfüllen, was ich mir erhofft habe. Es gab keine wirkliche Bad Boyszene bei ihm. Außer vielleicht sein Aussehen. Er ist herzensgut und ich hatte ein wenig gehofft, dass er wirklich erst gezähmt werden müsste. Aber bei Baby Izzy wird wohl jeder schwach..
Das Setting. Eine kleinee Lavendelfarm in Texas. Etwas klischeebeladen, aber mir gefiel es. das Farmleben kam gut rüber und ich konnte gut in die kleine Landschaft abtauchen.
Insgesamt war diese Geschichte wirklich etwas fürs Herz. Sie war rührend, humorvoll und nur etwas zu klischeehaft. Meistens blieb die Romantik und der Herzschmerz im richtigen Rahmen, nur am Ende wurde es etwas zu „viel“.

Fazit: Für kalte Herbsttage oder lange Zugfahrten, während draußen der Regen gegen die Scheibe prasselt, ist dieses Buch wirklich das richtige, um das Herz zu wärmen. 4 von 5 Sternchen!

 

Vielen Dank an vorablesen.de für das Rezensionsexemplar!

Rezension – Will und Layken

laykenTitel: Will und Layken – Eine große Liebe
Autor: Colleen Hoover
Verlag: DTV
Seiten: 864
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-423-71748-9
Klappentext: Nach dem Unfalltod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht, dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt. Und dass diese Liebe mit derselben Intensität erwidert wird. Es sind die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große Glück – drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg…(Quelle von Cover und Klappentext: dtv.de)

Meine Meinung: Vor ein oder zwei Jahren las ich den ersten Teil der „Will und Layken“-Reihe und dachte mir: Ja, ganz nett, aber haut mich jetzt nicht vom Hocker. ich war ehrlich gesagt sogar sehr enttäuscht, weil das Buch so gehyped wurde und ich diesen nicht ganz so verstand. Nun kam aber die gesamte Reihe in einem hübschen Buch raus und ich war wieder angefixt. Schließlich hatte ich die Reihe nicht beendet, das passt eigentlich nicht in mein Konzept. Also wanderte Teil 1 in den öffentlichen Bücherschrank und der Gesamtband in mein Regal. Und ich insgesamt sagen: Ja, nett, aber haut mich immer noch nicht um.

WARNUNG: SPOILER könnten enthalten sein, da es sich um eine Gesamtrezension handelt.

Erstmal zum Positiven: Das Buch als solches ist wunderschön. Und den Gesamttitel finde ich auch sehr schön gewählt.
Ebenfalls total gut gefallen hat mir der Schreibstil an sich. Ich liebe Hoovers Bücher und ihre Art zu schreiben (selbst, wenn es nur übersetzt ist).
Positiv gefallen hat mir auch noch der starke Poetry Slam Anteil. Gerade in Band 1 hat mich das total überzeugt und davon abgehalten, das Buch beiseite zu legen.
Bei den Charakteren stachen für mich am meisten Caulder und Kel heraus. Sie versüßten mir mit ihren frechen Dialogen die Lesezeit und ich hatte fast das Gefühl, sie wären meine kleinen Brüder. Sie kamen mir sehr echt und authentisch vor.
Der Sichtwechsel zu Will: Hier hat man deutlich gemerkt, dass nun jemand anders die Geschichte erzählt. Es war greifbar und ich bewundere Hoover dafür, dass sie so mühelos wechseln konnte.

Nun aber zum Negativen:
Der Kitschfaktor: Der war wirklich nicht zu überbieten und wenn ich noch so auf Gesülze und Geschmachte stehe, hier war es mir echt zu viel. Zu viel von allem.
Die Authentizität und die Charakterentwicklung von Layken: Dieses Mädchen regt mich wirklich auf. Gerade in Band 2 hat sie es sich wirklich sehr mit mir verscherzt. Hätte sie nur einmal zugehört, hätte sich der Konflikt aus diesem Teil wirklich in Luft aufgelöst und das Buch wäre nach zwanzig Seiten vorbei gewesen und hätte mit fröhlichem Gevögel geendet. Ganz ehrlich? Ich hab nicht verstanden, was eigentlich ihr Problem ist. Sicher, sie hat viel durchgemacht, aber sie verhält sich wirklich wie die letzte Oberzicke.
Band 3 als ganzes: Dieses erzählen einiger Situationen aus anderen Perspektiven hatte wirklich keinen Mehrwert für mich und war auch irgendwie von Schmalz nur so überladen.

SPOILERENDE

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Buch je Band immer schlechter wurde. Für mich. Ich möchte damit niemanden beleidigen, der diese Reihe mag, aber mich hat es einfach nicht mitgerissen und dabei kann das Hoover sonst so gut. Vielleicht lag es an der mangelnden Verbindung, die ich zu Layken hatte. ich weiß es nicht. Aber trotzdem bin ich froh, die Reihe durch zu haben und mich anderen Büchern von Hoover widmen zu können.

Fazit: Als Fand der Autorin sollte man einmal reinlesen. Vielleicht mag man es, vielleicht liebt man es sogar, aber ich gebe leider nur 2,5 Sternchen!

Project One Year – Abschluss und Neuanfang

project-one-year

Im Juli hab ich mein Project One Year, mein #POY , beendet und euch noch gar nicht darüber berichtet. Kurzum: ich bin begeistert. Auch wenn es zum Teil ein ganz schön hartes Jahr war, hab ich viel geschafft und noch viel mehr gelernt. Über das, was ich wirklich als meine Ziele betrachte, das ein Versagen kein Weltuntergang ist und vor allem: das ich ein neues #POY brauche. Ein neues Jahr voller Ziele Und zwar vom 1. September 2017 bis zum 31. August 2018

savonne
Dies musste ich jedoch ein paar Monate verschieben, denn der Juli und der August waren voller Dinge, die mich nur demotiviert hätten, da ich keine Zeit für meine Ziele gehabt hätte. Und keine Ruhe. Also startete mein nächstes jahr am 1. September. Zum Hogwartsschuljahr quasi. Passend dazu gibt es ein neues Banner und selbstverständlich neue Ziele, die ich mir dieses Mal auch etwas zeitlich eingeplant habe. Ein paar Beispiele:
Herbst 2017 soll „Nothing Matters“ endlich das Licht der Welt erblicken.
Im Frühling 2018 würde ich gern ein weiteres Buch veröffentlichen.

Ziele ohne zeitliche Eingrenzung sind zum Beispiel das Überarbeiten meines Fantasyromans oder das Beenden des dritten Teils der „Matters“-Reihe.

Dazu kommen noch einige persönliche Ziele, wie ein Besuch in Polen, ein Kurzurlaub mit dem Mann und ein Praktikum.
Ich freue mich riesig auf das jetzt kommende Jahr. Macht ihr (auch) wieder mit? Habt ihr Ziele, die ihr dieses Jahr noch erfülllen wollt?

Leseplanung September

Die kalte Jahreszeit nähert sich so langsam. Meine liebste Zeit des Jahres, denn ich finde es viel schöner, sich gemütlich einzukuscheln und in fremdem Welten zu versinken, als das bei brütender Hitze zu tun.

Für September hab ich mir deswegen eine kleine Leseplanung zurechtgelegt. Zwar mit nur drei Büchern, aber ich möchte auch noch Luft nach oben haben, falls mich spontan die Lust auf andere Bücher überfällt.

Auf die Liste haben es also folgende Bücher geschafft:

IMG_20170830_095635

Will und Layken – Den ersten Teil habe ich vor Jahren gelesen, aber die Geschichte nie weiter verfolgt. Nun habe ich mir den hübschen Gesamtband geholt und fange demnächst mit dem zweiten Teil an, um die Reihe zu beenden. Damit ich die Reihe auch endlich abschließe, kann ich gleich in einem Rutsch den dritten Teil lesen.

Das Reich der sieben Höfe – Flammen und Finsternis – Dieses Buch habe ich schon Ende August angefangen, aber kam leider nicht sehr weit, da ich anderes tun musste. Nun möchte ich mir wieder einen faulen Nachmittag nehmen (oder zwei) und in der Welt von Feyre, Tamlin und Rhysand verschwinden. Ich hab mich total in diese Geschichte verliebt und denke immer mehr darüber nach, sie mir noch in Englisch zu holen, damit ich den dritten Teil möglichst bald lesen kann.

Dirty Englisch – Verboten heiß – Dieses Buch liegt schon recht lang auf meinem SuB und über die ersten zehn Seiten, die ich während der Busfahrt nach Hause gelesen habe, bin ich nie darüber hinaus gekommen. Zeit also, dem Buch eine neue Chance zu geben.

Was habt ihr für den September geplant? Habt ihr schon eines der Bücher gelesen?

 

 

Rückblick August

IMG_20170820_123928Im August war es hier sehr, sehr still. Das lag vor allem an einem sehr stressigen Umzug in eine viel tollere Wohnung, Prüfungen und einer kleinen Pechsträhne. Ich konnte mich weder aufraffen, ein paar Wörter in mein Manuskript zu hauen oder auch nur eine kleine Rezension zu verfassen. Nun haben mein Mann und ich uns soweit eingerichtet, die Prüfungen sind fast vorbei und es kann weitergehen mit neuem Elan. Ich habe sogar meine Regale beinahe fertig eingerichtet. rechts seht ihr mein neues regal für meine ungelesenen Bücher. Ich gehöre nun also zu den Menschen, die einen RuB haben. Mittlerweile ist er sogar sortiert. Und ich habe einen schöneren Ort für meine Instagramfotos.

Gelesen hab ich trotzdem ein bisschen was:
The Mistake, Ashes – Brennendes Herz und Das Reich der sieben Höfe. Immerhin 3 Bücher habe ich geschafft. Dafür, dass ich nur zwei Bücher gekauft habe und die sogar nur von meinen Payback-Punkten, ist das echt gut.

IMG_20170830_095101

Was hat sich noch getan? Nun, ich habe mein POY abgeschlossen (schon im Juli), aber dazu gibt es noch einen gesonderten Bericht.
Dann habe ich mich häuslich in der Wohnung eingerichtet. ich habe viel mehr Platz für Bücher, meine eigene, kleine Leseecke und mein Schreibplatz ist so viel schöner und einheitlicher. Die Vorteile, die ein Umzug so mit sich bringt 🙂

Was habt ihr im August erlebt? Findet ihr es nicht auch gruselig, dass wir schon sehr stark aufs Ende des Jahres zugehen? Ab September darf ich für Halloween dekorieren, also ist quasi Herbst. Und Ab November beginnt fast schon die Weihnachtszeit. Ich weiß nicht, wo dieses Jahr geblieben ist.

Rezension – Rock my dreams

imagesTitel: Rock my Dreams
AutorJamie Shaw
Verlag: Blanvalet
Seiten: 480
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-7341-0555-5
Klappentext: Hailey Harper hat einen Plan: so schnell wie möglich ihr Studium absolvieren, um nicht länger finanziell von ihrem Onkel abhängig zu sein. Doch dann begegnet sie Mike, und plötzlich kann sie an nichts anderes mehr denken. Mike ist der Drummer der berühmten Rockband The Last Ones to Know, er ist süß, witzig – und der Exfreund ihrer Cousine Danica, die ihn jetzt, da er berühmt ist, unbedingt zurückgewinnen will. Hailey geht auf Abstand, doch sie hat die Rechnung ohne Mike gemacht: Für ihn ist Hailey das Mädchen, auf das er sein Leben lang gewartet hat – und er wird alles tun, um ihr das zu beweisen … (Quelle von Cover und Klappentext: randomhouse.de )

Meine Meinung: Auf diesen Teil der Reihe hab ich mich wirklich unglaublich gefreut. Mike war schon immer mein Liebling aus der Band und nun wurde endlich seine Geschichte erzählt.
Leider war mir Mike wesentlich sympathischer in den vorherigen Bänden als in seinem eigenen Buch. Mike war so… so glatt. Er passte nicht zu dem Kumpeltyp, der in den anderen Büchern gezeigt wurde.
Negativ wollte ich auch noch die für mich manchmal sehr irrationale Handlung anmerken. Also vielleicht ist sie gar nicht so irrational, aber es wurden einfach keine Gründe dafür beschrieben, was Mike am Anfang an Haileys Cousine findet. Mal abgesehen davon, dass sie seine Ex ist.
Generell musste ich mich an einigen Stellen wirklich durchkämpfen. Es zog sich und war nicht so flüssig, wie die Vorgänger. Sehr schade. Auch der Zickenterror innerhalb des Buches kam mir als sehr lästig vor. Diese Stutenbissigkeit von den anderen Mädels war teils nicht auszuhalten.
Positives gibt es allerdings auch: Hailey war ein sehr toller Charakter mit dem man schnell warm wurde.Ebenso war es schön, die anderen Charaktere wiederzutreffen, auch wenn sie sich wie die Axt im Walde benommen haben. Es gab einige emotionale Momente, die mir gut gefallen haben und wie immer musste ich oft wirklich sehr herzliche lachen.

Fazit: Da ich mir Mike wirklich anders vorgestellt habe und mir die Handlung manchmal sehr irrational vorkam, vergebe ich 3 Sternchen. Das Buch konnte mich gut unterhalten, hatte aber seine Schwächen.

Weitere Meinungen findet ihr bei:
Ania de lux
Valarauco